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An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter Neuigkeiten aus der Veterinärmedizin und Tipps aus unserer Praxis zur Verfügung stellen.

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Winterdepression bei unseren Ziervögeln

 

Die langen Wintertage sind auch für unsere gefiederten Heimtiere unangenehm. Die meisten bei uns gehaltenen Vögel kommen ursprünglich aus südlichen bzw. tropischen Gebieten und genießen dort wesentlich längere und intensivere Sonneneinstrahlung.

Es empfiehlt sich daher die langen Wintertage durch zusätzliche Beleuchtung zu verlängern. Der Fachhandel bietet dafür geeignete Beleuchtungssysteme. Wichtig ist auch ein ausreichend hoher Anteil an UV-B Strahlung bei den verwendeten Lampen. Dieses ultraviolette Licht aktiviert im Körper verschiedene Hormone und Vitamine, besonders Vitamin D, welches wiederum für einen geregelten Kalziumstoffwechsel lebensnotwendig ist.

Wir beraten Sie gerne über den richtigen Einsatz einer Lichtquelle.

Ihre Vögel werden es Ihnen danken!  

Neues

 

Winterruhe bei Landschildkröten

 

Bei allen Schildkröten aus gemäßigten Klimazonen gehört eine Winterruhe zur artgerechten Haltung. (z. B. Griechische und Maurische Landschildkröte, Breitrandschildkröte)

Die Dauer der Winterruhe sollte mindestens 8 Wochen bis maximal 5 Monate betragen, die Temperatur zwischen 4-8°C liegen und die Luftfeuchtigkeit darf nicht unter 40% absinken.

Ideale Schlafgelegenheiten sind ausreichend große Kisten, die mit trockenem Laub, Moos, Rindenmulch oder Schaumstoffflocken gefüllt sind. Als Überwinterungsorte eignen sich frostfreie Keller und Speicher bzw. ein Kühlschrank. Zum Schutz vor Ratten und Mäusen empfiehlt es sich an gefährdeten Orten, die Kiste mit einem engmaschigen Drahtgeflecht abzudecken.

Bei Freilandhaltung ist der günstigste Zeitpunkt für den Start der Winterruhe, wenn die Schildkröte sich von selbst beginnt zurückzuziehen. Bei Tieren im Terrarium beginnt man im Herbst die Temperatur über einige Wochen hinweg langsam abzusenken und gleichzeitig die Beleuchtungsdauer zu verkürzen. In der Regel schlafen die Tier vermehrt und stellen die Nahrungsaufnahme ein.

Eine Woche vor Beginn der geplanten Winterruhe wird nicht mehr gefüttert. In dieser Zeit sollte das Tier 1 bis 2 mal in ca. 20°C warmem Wasser für 15 Minuten gebadet werden. Geschlechtsreife Weibchen sollten noch auf nicht abgelegte Eier untersucht werden.

Eine parasitologische Kotuntersuchung sollte bereits im Spätsommer erfolgen, sodass eine eventuelle Behandlung einige Wochen vor Beginn der Winterruhe abgeschlossen ist.

Vor der endgültigen Verbringung in die Schlafgelegenheit sind die Tiere zu wiegen und das Gewicht zu notieren.

Während der Überwinterung sind regelmäßig Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren. Zu trockenes Substrat ist anzufeuchten. Bei Winterruhe im Kühlschrank muss einmal wöchentlich die Türe kurz zur Belüftung geöffnet werden.

Einmal pro Monat ist die Schildkröte zu wiegen. Bei einer Gewichtsabnahme von mehr als 10% des Ausgangswertes ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, die Überwinterungstemperatur zu hoch oder die Schildkröte krank. In solchen Fällen sollte die Winterruhe besser beendet werden.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass auch junge Schildkröten auf diese Weise problemlos überwintert werden können, was für ihre weitere Entwicklung sinnvoll ist.   

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